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Ecuador – Das Land, Das Alles Hat!

Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich in so viele Länder der Welt reisen konnte. Während meines Studiums in den Vereinigten Staaten habe ich Freunde aus der ganzen Welt gefunden. Ich konnte wahnsinnig viele verschiedene Kulturen treffen und mehr Länder als je zuvor zu besuchen. Ich hatte Mitbewohner aus den USA, Costa Rica, Panama, Japan, Russland, Frankreich und vielen anderen Ländern! Diese erwiesen sich nicht nur als fantastische Mitbewohner, sondern auch als gute Freunde. Naja, die meisten von ihnen auf jeden Fall.. 😉

Eines der Länder, die ich besuchen konnte, war Ecuador. Ich habe schon einmal von Ecuador gehört, aber um ehrlich zu sein, war ich nie wirklich daran interessiert, mehr über dieses kleine Land zu erfahren. Bis ich es besucht habe. Ich bin mit meinem Freund nach Ecuador gereist, um seine Familie zu treffen, aber auch um Ecuador kennenzulernen.

Wir flogen nach Guayaquil und so begann das Abenteuer. Die ersten paar Tage blieben wir in Guayaquil, hingen mit seiner Familie und seinen Freunden zusammen und machten uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Das erste Mal, dass ich nach Ecuador kam, war 2014. Obwohl es nicht viel in Guayaquil zu sehen gibt, hatte ich eine tolle Zeit, alle seine Freunde zu treffen! Was wir in Guayaquil gesehen haben, war der Weg nach las Penas, der uns einen tollen Blick über die Stadt bot. Während wir dort waren, gingen wir direkt zum Malecon und gingen am Fluss entlang. Wir haben auch eine kleine Bootsfahrt gemacht, die ich nicht empfehlen kann.

 

Eine sehr coole Sache in Guayaquil ist der Besuch des Parque Seminario, wo man massiv große Leguane füttern kann! Es gibt Hunderte von ihnen im Park, auf dem Boden, über dir auf den Bäumen (super beängstigend!) und im super kleinen See. Die Leute verkaufen kleine Beutel mit Salatblättern, die man an die Eidechsen verfüttern kann. Sie kommen alle super nah und obwohl ich Angst hatte, war ich mutig und habe sie gefüttert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der erste Roadtrip, den wir unternahmen, war von Guayaquil nach Ingapirca (Das Beste für mich, um in die Sierra zu reisen, sind wirklich die zahlreichen Obststände entlang des Weges. Sie haben die frischesten Mangos, Ananas, Baby-Bananen und so viele weitere Früchte! Wenn du sie fragst, werden sie es direkt vor dir schneiden. Glaub mir, das ist wirklich die frischeste und beste Frucht, die man je irgendwo kaufen kann!)   Ingapirca ist eine der älteren Inkaruinen und die bekanntesten Ruinen Ecuadors.

Wir besichtigten die Ruinen und lernten ihre Geschichte und Lebensweise kennen. Es war wirklich sehr interessant zu sehen, und ich empfehle wirklich, dorthin zu gehen, wenn man zufällig in Ecuador ist. Ihr Lebensstil ist einfach so anders als alles, was wir gewohnt sind. Manchmal sieht man auch einige einheimische Frauen, wie sie draußen Wolle spinnen (übrigens war es dort oben eiskalt, obwohl die Sonne sehr stark scheint!). Diese Frauen sprechen nicht wirklich Spanisch, aber Kichwa. Es gibt auch einen Weg, der dich ans Gesicht der Inkas führt, und viele Menschen, die dort leben, wollen dir ein paar Souvenirs verkaufen. Was Sie probieren sollten, ist der traditionelle Alkohol „Chicha“. Es war nicht mein Geschmack, aber ich probiere gerne Dinge aus verschiedenen Kulturen aus. 😉.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von dort aus fuhren wir nach Banos, einer der Städte Ecuadors, wo man so viel Spaß haben kann! Obwohl Banos etwas kälter ist als Guayaquil, gibt es doch sehr viele Aktivitäten. Du kannst Wildwasser-Rafting machen, Canopy machen (super beängstigend, aber sooo viel Spaß!), oder etwas Reiten. Banos ist definitiv die Stadt für all die Abenteurer von uns! Und selbst wenn du es nicht bist, gib ihm eine Chance! Manchmal ist es gut, sich aus der Komfortzone zu drängen. Und das kann man definitv in Banos machen und am Ende auch noch Spaß dabei haben! Was ich auch empfehlen kann, ist La Casa del Arbol. Vor Instagram, war es eine einfache Schaukel mit atemberaubender Aussicht. Es hat sich im Laufe der Jahre ein wenig verändert, und hat jetzt noch mehr Attraktionen. Der Eintritt kostet jetzt $1, aber es lohnt sich wirklich für all die Dinge, die man dort oben machen kann. Ein kleiner Tipp ist, nachmittags hinzugehen, damit der Nebel ganz verschwunden ist und die Sonne aufgeht. Dann ist die Sicht um einiges besser.

 

 

Was wir in Banos auch gemacht haben, war die Wasserfalltour, die uns zum Pailon del Diablo führte. Mir gefiel diese Tour nicht so gut, weil sie von Touristen überlaufen war. Aber an sich war die Aussicht schön.

Das Highlight und ein Muss für jeden, der nach Ecuador geht, sind die Galapagos. Ecuador hat viele Maßnahmen eingeführt, um die Galapagos so naturbelassen wie möglich zu halten. Gerade für Ausländer gibt es deswegen kleinere Nachteile. Zum Beispiel sind die Flüge meist teurer als für Einheimische. Außerdem muss man als Ausländer mehr Eintritt zahlen. Als ich auf den Galapagos-Inseln war, kostete der Eintritt US$ 100. Allerdings weiß ich nicht, ob es inzwischen nicht teurer geworden ist. Klar, ist es am Anfang nervig so viel Geld nur für den Eintritt zu zahlen. Ich finde es aber mehr als gerechtfertigt. Dadurch  bekommt man nochmal mehr Respekt vor den Inseln und ihrer Natur.

Auch auf den Galapagos müsst ihr aufpassen, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Der Flughafen befindet sich auf der Insel Baltra. Von dort könnt ihr dann auf die Insel eurer Wahl reisen. Wir sind damals von der Insel Isabela mit dem Boot auf die Insel Santa Cruz. Die Bootsfahrt ist definit nichts für Seekranke. Auf unserem Boot gab es am Ende viele Seekranke – aber selbst das hat sich gelohnt. Als wir endlich auf der Insel ankamen, wurden wir schon von den ersten Seelöwen begrüßt. Überall liegen sie rum oder schlafen, oder spielen im Wasser miteinander. Für mich war das bereits das erste Highlight.

 

 


 

Auf den Galapagos haben wir dann verschiedene Ausflüge gemacht. Eine Bootstour hat uns auf eine kleinere Insel gebracht. Hier haben wir wieder verschiedene Tiere gesehen – harmlose Haie beim Schlafen, sowie die berühmten Blaufußtölpel. (Wir haben definitiv noch mehr Tiere gesehen, aber so gut kann ich mich nicht mehr erinnern) Abschluss und Highlight dieser Tour war das anschließende Schnorcheln. Meine Schwester und ich hatten die Möglichkeit mit unserm Guide etwas weiter rumzuschwimmen.  Dabei haben wir einen riesigen Rochen gesehen – anschließend hat er uns erzählt, dass einer der Haie auch unter uns geschwommen ist. Er hat es uns beim Schnorcheln absichtlich nicht gesagt, damit wir im Wasser nicht in Panik geraten. Auch wenn wir den Hai nicht gesehen haben, war es trotzdem eine coole Erfahrung.

Eine weitere Tour war eine Farm mit Riesenschildkröten. Wir konnten hier nicht nur viel über Schildkröten lesen, sondern auch 100 Jahre alte Schildkröten sehen! Das war sehr beeindruckend, man kann sich wirklich nur schwer vorstellen, dass diese Schildkröte schon 100 Jahre alt ist! Am Ende hatten wir die Möglichkeit einen solchen Panzer aufzusetzen. Auch das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Panzer waren extrem schwer und noch schwerer war es aus dem Stand wieder auf den Boden zu kommen. Lustig war es auf jeden Fall und ich würde auch jederzeit wieder auf diese Farm gehen!

Am Schönsten jedoch war die 2-stündige Wanderung an einen Strand, der täglich nur eine gewisse Zeit geöffnet ist. Man kann den Strand nur zu Fuß erreichen. Der Strand hat Öffnungszeiten, damit Schildkröten morgens und abends am Strand in Ruhe ihre Eier legen können. Kilometerweit hat man nur weißen Strand gesehen und das schönste türkisene Wasser. Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schreiben, aber leider ist es dann doch zu viel.

Im zweiten Teil werde ich dann noch über andere Städte Ecuadors reden. Denn es gibt hier nicht nur Sonne, Strand und Meer sondern auch Berge und Schnee. Ein kleines Land mit vielen verschiedenen Temperaturen und ganz vielen lieben Menschen. Wart ihr schon mal in Ecuador oder würdet ihr jetzt gerne mal hinfliegen? Kommentiert mal – es interessiert mich wirklich😊

Bis dann,

eure Marie

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